Konservative therapien

Extrakorporale Stoßwellentherapie

Die extrakorporale Stoßwellentherapie ( ESWT ) kommt ohne den Einsatz von Röntgengeräten oder Medikamenten aus. Durch die gezielt eingesetzten, gebündelten Stoßwellen werden körpereigene Durchblutung und Reparaturvorgänge als biologische Antwort angeregt.

So kommt es z. B. bei der Behandlung der Kalkschulter zu einer Auflockerung des Kalkdepots, so dass körpereigenene Fresszellen einwandern können, die das Kalkdepot abbauen.
Wie lange dauert die ESWT-Behandlung?
Im Durchschnitt sind etwa 5 Behandlungen erforderlich. Bei jeder Behandlung werden ca. 2000 Stoßwellenimpulse appliziert. Erfahrungsgemäß ist bei den meisten Patienten bereits 8-10 Tage nach Behandlungende eine deutliche Schmerzlinderung eingetreten. Vor der Stoßwellentherapie erfolglos durchgeführte Therapie wie z.B. Krankengymnastik und physikalische Anwendungen sind nach erfolgter Stoßwellentherapie wieder erfolgreich anzuwenden.

Wo wird die Stoßwellentherapie ( ESWT) eingesetzt?

  • „Kalkschulter – PHS“ – schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Schulter am Sehnenansatz
  • Tennisellenbogen – schmerzhafte Sehnenansatzreizung an der Außenseite des Ellbogen
  • Golferellenbogen – schmerzhafte Sehnenansatzreizung an der Innenseite des Ellbogen
  • Bursitis trochanterica – Schleimbeutelentzündung der Hüfte
  • Achillodynie – schmerzhafter Achillessehnenansatz an der Ferse
  • Fersensporn – schmerzhafte Entzündung unter dem Fersenbein

Die Stoßwellenbehandlung ist eine Individuelle Gesundheitsleistung, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht getragen wird. Bei den privaten Kassen wird diese in der Regel nach Antrag genehmigt.

Körpereigene Serumtherapie – natürlich, biologisch, körpereigen

Die Behandlung mit konditioniertem Eigenserum nutzt die körpereigenen Regenerationskräfte zur Selbstheilung bei Arthrose der Gelenke.

Die Therapie kann Schmerzlinderung und eine entzündungshemmende Wirkung bei folgenden Erkrankungen erzielen:

  • Arthrose, insbesondere die aktivierte Arthrose von Kniegelenken
  • Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen (z.B. Spondylarthrose)
  • Nervenkompressionssyndrome ( z.B. beim Bandscheibenvorfall)

Bei der Stimulation körpereigener Regenerationskräfte wird die Fähigkeit des Körpers genutzt, Wachstumsfaktoren und entzündungshemmende Proteine (Zytokine) selbst herzustellen.

Drückt Bandscheibengewebe auf einen Nerv (z.B. Ischias) oder entsteht eine Aktivierung im arthrosekranken Gelenk (z.B. bei der aktivierten Arthrose), kommt es zu einer örtlichen Entzündung. Als Reaktion werden vom Gewebe Entzündungsstoffe (Zytokine) des Immunsystems freigesetzt. Eines dieser Zytokine ist Interleukin-1 – ein Botenstoff – der für die Entstehung von Schmerzen erheblich verantwortlich ist und bei Arthrose zu einer weiteren Schädigung des Gelenkknorpels führen kann.

Ein natürlicher Gegenspieler dieser Zytokine ist der Interleukin-1-Rezeptorantagonist (IL-1-Ra). Dieser Rezeptorantagonist ist ein „gesundes“ Protein des Immunsystems, das vom eigenen Körper produziert wird, und ebenso wie die körpereigenen Wachstumsfaktoren, einen positiven Einfluss auf die Regenerationsprozesse im beschädigten Gelenkknorpel ausüben kann.

Behandlungsplan zur Therapie mit konditioniertem Eigenserum

  1. Entnahme von körpereigenem Blut aus der Armvene.
  2. Das Patientenblut wird in in einen sterilen Container überführt. Durch ein spezielles Trennverfahren wird das helle Serum, in dem sich die Schutzproteine und die Wachstumsfaktoren in erhöhter Konzentration befinden, gewonnen.
  3. Das Serum wird injektionsfertig in mehrere Einzelinjektionsspritzen aufgezogen.
  4. Die erste Injektion mit dem konditionierten Eigenserum kann sofort in die betroffene Region, das Gelenk oder an die Nervenwurzel injiziert werden.
  5. Die anderen Einzelinjektionsspritzen mit der natürlichen Proteinlösung werden bis zum nächsten Therapieeinsatz tiefgefroren.

Wir bieten die körpereigene Serumtherapie als Igelleistung an. Im Gegensatz zu den gesetzlichen Krankenkassen erstatten viele private Versicherer die Kosten nach Einzelprüfung.

Arthrose ist eine zunächst nichtentzündliche, später entzündliche, langsam fortschreitende Abnutzung des Gelenkknorpels und der angrenzenden Knochenstruktur. Hyaluronsäure ist eine Substanz, die dem Gelenkknorpel als Nährstoff dient.

Sie wird in das Knorpelgewebe eingebaut und ist durch ihre starke Fähigkeit Wasser zu binden maßgeblich daran beteiligt, die Stoßdämpfer- und Schmierfunktion der Gelenke aufrecht zu erhalten.

Das Spritzen von Hyaluronsäure in die Gelenke

  • versiegelt den Knorpel,
  • verbessert die Schmiereigenschaft der Gelenkflüssigkeit und
  • stimuliert den Knorpelstoffwechsel (Glucosamin) und führt so regelmäßig zu einer Schmerzlinderung und
  • Verbesserung der Funktion von vorgeschädigten Gelenken.

Die Hyaloronsäuretherapie ist eine Therapie, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt wird. Wenn Sie Interesse an dieser Therapie haben, bieten wir Ihnen im Rahmen dieser Therapie gesonderte Konditionen bezüglich der Terminvereinbarung etc.